Hotels Luzern

Geschichte des Hotels National - Dritter Teil

1920
Sonderkonferenz des italienischen Ministerpräsidenten Giolitti und des englischen Premierministers Lloyd George findet im Grand Hotel National statt – in diesem Treffen werden die Grundlagen für die Versailler Verträge beschlossen.

1922
Erfindung einer neuen Werbestrategie – Hoteldirektor Alfred Demicheli geht auf Dienstreise und besucht Reisebüros und Veranstalter, um Verträge auszuhandeln und Kooperationen einzugehen.

1929
Installation einer Telefonanlage mit Apparaten in allen Gästezimmern

29.10.1929
Schwarzer Freitag – Börsencrash in New York. Das Grand Hotel National ist unmittelbar betroffen: Viele Gäste stammen aus Nordamerika. In der Schweiz ist der Börsenkrach erst zwei Jahre später spürbar.

1918 – 1932
Aufschwung und Krise in veränderten Zeiten. Nach Ende des 1. Weltkrieges kehren die Gäste zurück. Die Übernachtungszahlen steigen. Bereits 1923 knüpfen die Übernachtungszahlen an die Vorkriegszeit an. Die Lebensmittelkosten sind jedoch enorm gestiegen und die geänderte Gesetzgebung für Arbeitnehmer schlägt zu Buche. Angemessene Löhne, kürzere Arbeitszeiten und Urlaubstage belasten den Umsatz der Hotellerie schwer. Die Gewinnspannen sinken kräftig.

1931 und 1932...
...wendet sich das Blatt dramatisch – die Weltwirtschaftskrise, ausgelöst durch den „Schwarzen Freitag“ wird spürbar. Die Übernachtungszahlen sinken 1931 auf 5'000 und 1932 unter 4'000.

ab 1933
Dem Tourismus und dem Hotel stehen weitere schwere Zeiten bevor. Der Dollarkurs sinkt weiter. Auch der 2. Weltkrieg belastet das Geschehen.

1970
Übernahme der Aktienmehrheit der Grand Hotel National AG durch den Architekten Umberto E. Erculiani. Nach seinen Konzepten wurde das damals 220 Zimmer umfassende Hotel in ein Hotel mit 78 Gästezimmern und 41 Résidence Suiten umgebaut. Mitgliedschaften bei Steigenberger Hotels und den Preffered Hotels & Resorts eröffnen neue Verkaufskanäle.

2001
Umberto E. Erculiani verkleinert den Hotelbetrieb weiter. So wurde die sechste und siebte Etage sowie die Hälfte der fünften Etage an die EF Education als Hauptsitz ihrer Finanzholding vermietet. EF Education ist die weltweit grösste Sprachschule. Das Unternehmen koordiniert seine globalen Finanzaktivitäten von Luzern aus.