Hotel Vierwaldstättersee

GROSSARTIGE GESCHICHTE im Grand Hotel National
Ein Hotel mit Zeitgeist, bei dem der Geist die Zeit überdauert.

1868
„Wer Könige beherbergen will, muss Ihnen zuerst einen Palast erbauen“: Mit dem aufkommenden Tourismus Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt Luzern sein Potenzial zu einer attraktiven Reisedestination. Die französische Noblesse, die russische Aristokratie und die Briten reisten gerne in die Schweiz. Der Marktentwicklungen genug, um ein luxuriöses Domizil für wohlhabende Reisende zu erbauen: Die Idee zum „Hotel National“ ist geboren.

Januar 1868
Bauherr Oberst Maximilian Alphons Von Pfyffer von Altishofen reicht die Pläne für das Hotel beim Stadtrat ein. Der Hotelbau ist für diese Zeit spektakulär: Mit einer Länge von 84 Metern, einer Tiefe von 25 Metern und einer Höhe von 27 Metern übersteigen die Pläne die Luzerner Architektur.

28. Mai 1868
Baubewilligung für das „Hotel National“ wird erteilt. Baugesellschaft ist die „Baugesellschaft Segesser & Cie.“

1870
Eröffnung des Grand Hotel National am Ufer des Vierwaldstättersees. Das luxuriöse Haus, im Stil der französischen Renaissance erbaut, ist grösser und prächtiger. Es steht für eine neue, revolutionäre Hotelbauweise.

1870 – 1877
Oberst Maximilian Alphons Von Pfyffer von Althishofen leitet das Grand Hotel National als Direktor.

1877
César Ritz übernimmt die Leitung des Hauses. Er war bereits zu dieser Zeit ein aufgehender Stern am Himmel der Hotellerie. Im Laufe der Jahre legt César Ritz den Grundstein für traditionelle und stilvolle Hotelkultur; seine innovativen Ideen werden bis heute umgesetzt. Seine Dynamik, sein Empfinden für Gäste und seine hervorragenden Kontakte lassen das „Hotel National“ bekannt und erfolgreich werden.

1881
Der berühmte „Chef de cuisine“, Auguste Escoffier verwöhnt die Gäste des „Hotel National“ mit seinen erlesenen Kreationen. Das Erfolgsduo Ritz-Escoffier führt das Hotel zu internationalem Renommee. Bedeutende Persönlichkeiten, Mitglieder des deutschen Kaiserhauses wie Sissy, Kaiserin Elisabeth von Österreich und Maharadjas von Indien lassen sich im „Hotel National“ verwöhnen. Einen Teil des Erfolges verdankt César Ritz seinem untrüglichen Gespür für Kunst und Dekor. „Die Perfektion des Handwerkes muss mit Einfachheit gepaart werden“ lautet seine Devise. Sie gilt für Küche und Interieure. César Ritz lässt bombastische Vorhänge entfernen und entsagt sich überkandidelten Begrüssungsfloskeln. Statt dessen begeistern lichte Farben, Blumenschmuck und aufmerksamer, persönlicher Service, bei dem die Gäste, die „zu Freunden des Hauses“ werden. Auguste Escoffier zaubert raffinierte aber vergleichsweise einfache Kreationen. Für heutige Verhältnisse wirkt die damalige Reduktion in Küche und Haus noch sehr „üppig“, ist doch der Empire-Stil bekannt für seine verzierten Dekors.

1890
César Ritz verlässt Luzern – sein Weg führt ihn nach London. Alphons und Hans Pfyffer, Söhne des Bauherren, übernehmen die Leitung – sie waren allerdings Schüler und grosse Bewunderer von César Ritz und bringen die durch ihn gewonnen Kenntnisse in ihre zukünftige Leitung ein.

1890 – 1950
60 Jahre lang ist Hans Pfyffer für das „Grand Hotel National“ verantwortlich – als Direktor und als Mitglied des Verwaltungsrates. Mit seinem Namen ist ein grosses Stück Hotelhistorie verknüpft. Während jener Zeit prägt er auch die Stadt- und Landgeschichte. Seine Passion gilt der Förderung des Tourismus. Hans Pfyffer baut sich national und international ein dichtes Beziehungsnetz auf. Dank diesem Lobbying bleibt das Grand Hotel National in den späteren Krisen- und Kriegsjahren verschont – im Gegensatz zu vielen Nobelhotels der Schweiz.

1890
Umbenennung des Hauses in „Grand Hotel National“ Gründung der Kommanditgesellschaft „Pfyffer & Cie“.

1897
Erweiterung um einen grosszügigen Speisesaal. In den 1890er Jahren bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges steigt die Touristenanzahl in Luzern stetig an – sind es 1892 noch 77'950 Gäste, so kommen 1900 schon 140'000 und 1910 deren 192'500. Dem wachsenden Gästevolumen und den steigenden Anforderungen wird das „Grand Hotel National“ mit der Expansion um einen weiteren Speisesaal gerecht. Der „Alte“ wurde zum Festsaal umgestaltet.

1890
Gründung der „Grand Hotel National AG“ mit César Ritz als Verwaltungsrat. Die Aktiengesellschaft dient als Fundament für die umfangreichen Modernisierungspläne des Hauses. So wurden alle Zimmer mit Bad und WC ausgestattet und die Elektrizität eingeführt.